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VI. Jahrhunderten, die Legende besagt am Todestag des Hl. Euphemia, der
Schutzheiligen der Stadt Rovinj, genau am 16. September in Jahre 304,
verschwand die Halbinsel mit ihrer berühmter Stadt, die Cissa hieß.
In einem schrecklichen Erdbeben entstanden aus dieser Halbinsel neue Inseln,
so dass wir heute sagen können, dass Rovinj auf ihnen wohnt - die
Inseln Sveta Katarina und Sveti Andrija (Rote Insel) sind die bekanntesten,
aber da sind auch Figarola, Velika i Mala, Sturago, Pirusi, Dvije sestrice,
Sveti Ivan na pucini, ein Inselchen Sedam dlaka (Sieben Haare, Banjole)
Zwischen Sveti Ivan na pucini, einer kleinen Insel, aus deren Grün der kleine Glockenturm der verlassenen Kirche hervorliegt, und dem gleichnamigen Riff Sveti Ivan na pucini, wo 1853 zu österreich-ungarischen Zeiten ein Leuchtturm erbaut wurde, der sich 22m über dem Meer erhebt, liegt auf dem Meeresgrund das große Rätsel der Adria, die vermeintlichen uralten Anfänge Rovinjs. Ein Geheimnis, zu dem es noch heute viele Fragen und verschiedene Antworten gibt. Noch einmal kam es Ende des VI. Jahrhunderts in dieser Gegend zu einem Erdbeben, als sie ihre heutigen Konturen bekam und die Stadt Cissa noch weiter in die Tiefen dieses Aquatoriums sank. |
Jahrhunderte
später bekommt die "fabula cissiana" neue Argumente - Cissa
wird Bischofssitz. Auf der Kirchensynode in Grado (Norditalien) im Jahre
579 findet man die Unterschrift eines Vindemius, der in den Chroniken
als "Epscopus Cesetensis" und andererorts "Cenensis"
oder "Cenetensis" bezeichnet wurde, so auch in den Abschnitten
der Synodeschriften, die unter den Akten einer ähnlichen Versammlung
827 in Mantua aufbewahrt werden - was soviel wie von Cissa bedeutet.![]() Die Suche nach Cissa hört nicht auf! Den Fischern von Rovinj verfangen sich ihre Netze weiterhin in Meeresgrund. Der Hl. Johannes, San Zuane, zieht sie auf die offene See! Unter dem Bild Kaisers Franz Joseph I. beschloss der Kapitän des Hafens von Rovinj, Carlo Covacevich, die Behörden für Unterwasserforschungen in Cissa zu interessieren. Die österreichisch-ungarische Admiralität in Pula schickte Januar 1890 das Schiff Laudon in die geheimnisvollen Gewässer von Rovinj; auf ihm stolz der "Staatstaucher", dessen Ausrüstung den Astronauten-Gestalten auf den Illustrationen des Ottocento glich. Die Forschungen wurden noch ernster österreich-ungarische Art durchgeführt, unter Anwesenheit Kapitäns Covaceich. Nachdem der Taucher aus dem Wasser kam, wurde ein Protokoll in deutscher Sprache aufgesetzt. Der Taucher sagte folgendes:"Sobald ich mich in die Meerestiefen herabließ, kam ich zu einem Ort, der mit Mauerresten bedeckt war, was mich, nachdem ich sie untersuchte, davon überzeugte, dass es sich zweifellos um eine von Menschen gemachte Konstruktion handelte. Da ich Maurer bin, konnte ich auch Mörtelspüren feststellen. Im umliegenden Berreich bemerkte ich als Fortsetzung eine Mauerreihe und Straßenreste." Die Randmauer von Cissa verfolgte der Staatstaucher im Protokoll in einer Länge von 30m. Er konnte sie nicht weiter verfolgen, weil ihn daran die Teile seiner ungeschickten Ausrüstung hinderten, und eine genauere Forschung der anderen Küste konnte er nicht unternehmen, weil das Wasser zu tief war. |
| Die Geschichte von Cissa beginnt jedoch viel früher. Der römische Historiker Plinius der Ältere (1.Jhr. n. Chr.) erwähnt in seinen geographischen Schriften, wenn es von den berühmten Inseln vor der Mündung des Timav (eines oberadriatischen Flusses) und von Istrien spricht: Cissa, dass es eigentlich zu Plinius Zeiten für seine große Einwohnerzahl hätte "berühmt" sein können, weil von der bekannten Farbenherstellung damals noch nicht die Rede sein konnte. |
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Außer
eines Steines, der sicher aus einer Mauer stammte",sagte der Taucher,
"und der auf einer Seite mit Mörtel bedeckt war, konnte ich
keinen anderen Gegenstand mitnehmen, den die Mauern bilden ein Hindernis,
das ich ohne das entsprechende Werkzeug in der kurzen Zeit nicht überwinden
konnte." (Mit Hilfe von der Publikation: "Rovinj: na starim razglednicama", Zavicajna naklada "akan Juri", Pula, 1998) |
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